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N e t z e b a n d - mecklenburgische Enklave in Brandenburg

Bis in das 12. Jh. eine slawische Siedlung (Ortsbezeichnung wie Katerbow,Drüsedow

und Rossowzeugen davon), wird Netzeband in einer Urkunde vom 9.5.1232 als Nyzzabent

erstmals erwähnt. Die Ritter von Ploto übten seit 1150 herrschaftliche Rechte in der Prignitz aus.

Am 20.12.1353 verlieh Herzog Johann von Mecklenburg dem Henning von Behr das

Marschallsamt des Landes Stargard mit der Lietze, eingeschlossen Rossow und Netzeband als

mecklenburgische Enklave.

1418 werden Otto und Meinecke Rohr mit Netzeband belehnt - bis in das 17. Jh.

1762 wird Generalmajor vonWrangel neuer Eigentümer.                                  

1770 wird Netzeband für 1940 Goldtaler an den Generalmajor Hans Christof  

von Königsmark aus Plaue verkauft.                                                 

bis 1945 bleibt die Familie Eigentümer von Netzeband.                                                

Im 30-jährigen Krieg wurde Netzeband zerstört. Der Eigentümer erhob Klage beim   

Landesherrn betreffs der Zerstörungen und Pachtverluste. Herzog Albrecht von        

Mecklenburg antwortete:      "Stehlen und Rauben ist keine Schande, das tun die Besten

im ganzen Lande".            

Der Neuaufbau Netzebands erfolgte am heutigen Ort.                                               

Früher befand sich die Ortslage Netzeband südöstlich der Autobahnbrücke.                 

Ortsbezeichnungen wie Gemeindeerlen (Gemeindeelsen) zugen davon.

Aus der slawischen Zeit ist eine Fluchtburg - der Hühnerwall - zu erkennen.            

Dieser ist in etwa 500m Entfernung von der Gaststätte aus sichtbar. Dorthin zogen

sich die Slawen vor den anrückenden Germanen zurück.                                           

Erst 1937 wird Netzeband brandenburgisch (Reichsgebietsreform)

Noch 1945 entstanden 39 Neusiedlerhöfe. Es gab eine Kinderkrippe, eine Post,           

eine Verkaufsstelle (Konsum)  und eine Schule.